;

Study Programmes

The Theatre Studies department at the Institute for Theatre, Film and Media Studies at the Goethe University offers two M.A. programmes in Dramaturgy in cooperation with the Hessian Theatre Acadamy (HTA):

M.A. Dramaturgy

The M.A. Dramaturgy was founded in 2002 and offers a full university course in Frankfurt that combines theory and practice.

M.A Dramaturgy
Programme Contents
Network/HTA
Application

M.A. CDPR

The international partner study programme Comparative Dramaturgy and Performance Research offers studying both at Goethe University in Frankfurt and at one of currently four international higher education institutions and leads to a Double Degree*.

M.A. CDPR
Programme Contents
Network
Application

Logo Goethe Universität
Logo Hessische Theaterakademie
Logo Oslo National Academy of the Arts, Academy of Theatre
Logo Université Libre de Bruxelles
Logo Université Paris Nanterre
Logo Theatre Academy University of the Arts Helsinki

*In case of an exchange to Helsinki or Oslo, currently no double degree can be granted.

Dramaturgy as Political Practice

We understand “Dramaturgy” as a political practice. Dramaturgy can open the creative process – the artwork in progress – where it threatens to refuse the demands of the constitutively excluded Others. Dramaturgy remembers, that conflict is key for every theatre and opposes its ‘extorted reconciliation’ (Adorno). With dramaturgy, we can negotiate the question of who is allowed to take up space and perform on stage and who isn’t again and again. The vanishing point of every political dramaturgy is that impossible theatre that negates the present as the realm of possibilities: In the interest of a different theatre or perhaps of something completely different from what we call theatre today.

Current Events

Welches Theater für welche Stadt?
Prof. Dr. Nikolaus Müller-Schöll (theatre studies) & Prof. Dr. Carsten Ruhl (history of architecture)
16. December, 18:00 The Event will take place online in a Zoom-Webinar. Details on how to register will be publisched here soon.

Frankfurts Theater steht im Augenblick vor einer Weichenstellung, die es bis weit in das 21. Jahrhundert maßgeblich mitprägen wird: Wie sollen die Gebäude aussehen, in denen zukünftig das städtisch subventionierte Theater stattfinden wird? Wo sollen Oper, Schauspiel, Kinder- und Jugendtheater, wo die experimentellen darstellenden Künste zukünftig geprobt, aufgeführt, gesehen und verhandelt werden? Vier der fünf zukünftigen städtischen Theaterbauten sind derzeit – auf verschiedenen Stufen – in Planung. Vor diesem Hintergrund wollen Architekturgeschichte und Theaterwissenschaft der Goethe-Universität in zwei Veranstaltungen die durch diese Situation aufgeworfenen Fragen am 18. November (cancelled, will be postponed) sowie am 16. Dezember, jeweils um 18 Uhr, öffentlich diskutieren. Dabei sollen Vorträge von Wissenschaftlern, Gesprächsbeiträge von Künstlern sowie kurze Video-Statements von Politikern dazu beitragen, die dringend gebotene Diskussion über das Frankfurter Theater der Zukunft auf eine breitere Grundlage zu stellen.
Background
Seit im Jahr 2017 ein Gutachten eröffnete, dass die Stadt Frankfurt für die Sanierung oder Erneuerung der „Doppelanlage“ für Oper und Schauspiel am Willy Brandt-Platz in jedem Fall eine knappe Milliarde wird investieren müssen, beschäftigt das Thema Neubau oder Sanierung Theaterleute und –wissenschaftler, Architekten und Architekturtheoretiker, Denkmalschützer, Stadtplaner und darüber hinaus die Stadtöffentlichkeit. Nachdem die Entscheidung über Neubau oder Sanierung gefallen scheint, bleiben weitere Fragen: Zunächst einmal die, was die Stadt in Zukunft für ein Theater will – für wen, in welcher Form, mit welchen Akteuren, in welcher Art von Architektur? Und weiter: Darf die Stadt ein Gebäude, in dessen Räumen sich knapp 120 Jahre Geschichte überlagern, einfach abreißen? Wurden Belange des Denkmalschutzes, die speziell das zu Beginn der 60er-Jahre erbaute „Wolkenfoyer“ betreffen, angemessen berücksichtigt? Hat die Stadt nicht allen Grund, die Nachkriegsarchitektur der ‚zweiten Moderne‘, zu der das Haus zu zählen ist, stärker zu würdigen? Und wurde die mit Blick auf die Bauten notwendige grundlegende Diskussion über das subventionierte Staatstheater der Zukunft überhaupt schon geführt?
Die Organisatoren wollen diesen wichtigen gesellschaftlichen Fragen aus architektur- und theaterwissenschaftlicher Perspektive nachgehen.

„Theater und die Krise der Demokratie. FP-Extra 2021“

Thursday 18:30-20:00 Uhr, 12. November 2020 – 19. February 2021
Künstlerhaus Mousonturm, Waldschmidtstr. 4, sowie Live-Stream per Zoom und Radiosendung auf
https://www.wilsonstrassefm.com/

Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Krise der Demokratie westlicher Prägung, auf die vielerorts die Rückkehr zu autoritären Herrschaftsformen und Strukturen antwortet, lädt die Ringvorlesung Künstler*innen und Wissenschaftler*innen aus dem Umkreis des Theaters und der Performance sowie der mit ihnen beschäftigten Wissenschaften dazu ein, sich über das Verhältnis von Theater und Demokratie Gedanken zu machen. Dabei sollen einerseits die gegenwärtigen Probleme und Krisen der klassischen Vorstellungen von Demokratie reflektiert werden: Die nur global zu lösenden Probleme Migration, Erderwärmung und ökonomische Monopolisierung, die mit der Globalisierung verbundene Entwertung der alten Akteure und Institutionen, etwa der Nation und ihres Parlaments, die Erkenntnis der Mitverantwortung des Westens und seiner Wirtschaftsordnung an einer großen Zahl der gegenwärtigen Probleme. Andererseits soll aber auch gefragt werden, welcher Mensch oder welches Subjekt auf die so beschriebenen Herausforderungen wird antworten können? Muss neu über den Menschen in einer von Zweckrationalität (Weber), Verdinglichung (Lukács), einem universellen Verblendungszusammenhang (Adorno/Horkheimer) bzw. dem Gestell (Heidegger) in seiner gegenwärtigen Ausformung als Struktion (J-L Nancy) geprägten Gegenwart nachgedacht werden? Oder befinden wir uns tatsächlich eher in einem Umbruch, in dem auf die Ermüdung der alten Eliten ein neues, von den gegenwärtigen Protestbewegungen befördertes Engagement sich herausbildet, mit anderen Antworten, anderen Organisationsformen und Akteur*innen? Ist die Rede vom ‚Ende des Menschen‘ angemessen? Müssen neue menschlich-nichtmenschliche Akteur*innen an seine Stelle treten?

Beide Fragen: Die Probleme als auch die Akteur*innen und Ansätze einer möglichen zukünftigen Lösung sollen im Kontext des Theaters in allen seinen Spielarten diskutiert werden: In welcher Weise antworten neue Formen des Theaters, der Choreographie, der Gattungen und Spielarten überschreitenden Darstellungsformen auf die an vielen Orten formulierte gegenwärtige Krise der Demokratie? Wie geht sie in ihre Formen, wie in ihre Organisationsweisen, wie in ihre Inhalte ein?

Diese Fragen sollen im Rahmen der Ringvorlesung im wöchentlichen Rhythmus im Künstlerhaus Mousonturm erörtert werden. Dabei sollen in der Ringvorlesung einerseits in Kooperation mit dem Festival „Frankfurter Positionen“, dessen Festivalthema die Ringvorlesung aufgreift, die vom Festival beauftragten Künstler*innen Gelegenheit bekommen, ihre Arbeiten oder ihre Arbeitsweisen vorzustellen. Andererseits sollen Wissenschaftler*innen aus dem Bereich der sich mit Theater beschäftigenden Wissenschaften (Theater- und Tanzwissenschaft, philosophische Ästhetik, politische Theorie, Literatur- und Medienwissenschaft) das Thema mit Blick auf Theorie, gegenwärtige Praktiken und Geschichte des Theaters erkunden. Ergänzend zur Ringvorlesung wird eine Gruppe von Studierenden in Zusammenarbeit mit dem argentinischen Regisseur Gerardo Naumann die Fragestellung des Festivals und der Ringvorlesung in der performativen Veranstaltung „Das Festival“ (AT) aufgreifen.

Die Veranstaltung war bereits vor der Covid-19-Pandemie konzipiert, erhält jedoch zusätzliche Aktualität durch die damit verbundenen weitreichenden globalen und gesellschaftspolitischen Konsequenzen. Sie werden die Veranstaltung unweigerlich sowohl formal wie inhaltlich mitbestimmen, sollen allerdings in ihrem Zusammenhang nicht als isoliertes Phänomen betrachtet werden, sondern als Teil der hier in den Blick genommenen längerfristigen Entwicklungen.

Die Vorlesungen im Rahmen der Ringvorlesung werden jeweils vor einem kleinen Publikum in einer Präsenzveranstaltung am Künstlerhaus Mousonturm gehalten und zugleich für ein größeres Publikum im Live-Stream (via Zoom) übertragen.

Für beide Formen der Teilnahme bitte mit dem Betriff „HTA“ anmelden unter: dramaturgie@mousonturm.de

Darüber hinaus ist eine Teilnahme ohne Anmeldung per Digitalradio möglich: https://www.wilsonstrassefm.com/ 

Die Videoaufzeichnungen der Beiträge sind danach abrufbar auf der Seite der Digitalen Theaterforschung: https://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/theater/

Stand: 28. 10. 2020. Aktualisierung und Weiters unter: https://www.mousonturm.de/ 

Termine

12.11.20          Carsten Nicolai im Gespräch mit Rainer Römer

19.11.20          Ulrike Haß (Ruhr-Universität Bochum/Berlin): „Vom Eigensinn der Pluralität“

26.11.20          Gernot Grünewald im Gespräch mit Matthias Pees

3.12.20            Fiston Mwanza Mujila im Gespräch mit Friederike Emmerling

10.12.20          Rebecca Schneider (Brown University, Providence): “Appearing to Others as Others Appear”

17.12.20          Pat To Yan und Julia Weinreich (Schauspiel Frankfurt)

14.1.20            Nature Theater of Oklahoma im Gespräch mit Nikolaus Müller-Schöll

21.1.20            Christine Abbt (Universität Graz): „Der antike Fremd- und Vieltuer und die Demokratie“

26.1.20            Geumyhung Joeng

4.2.20              Bettine Menke (Universität Erfurt): „Die Rechts-Ausnahme des „Flüchtlings“ – die Demokratie der Hinzu-Kommenden“

11.2.20            Marc Siegel (Johannes-Gutenberg-Universität Mainz): „Vinge/Müller und das ideologische Leitungswasser“

18.2.20            Juliane Vogel (Universität Konstanz): „Die Volatilität der Szene. Potentiale einer beweglichen Form“

Abstracts der Vorträge:

19. 11. Ulrike Haß: Vom Eigensinn der Pluralität

Die Beobachtung, „dass die griechische Demokratie im gleichen Moment erfunden wurde wie die Tragödie“ (Jean-Luc Godard), betont die Grundlosigkeit beider Erfindungen, denen keine Intention, kein Konzept vorausging. Die Betonung ihrer Gleichzeitigkeit führt jedoch über die Aporien antiker Gründungen hinaus. Demokratie als Politik sollte Probleme des internen Zusammenhangs in der Polis lösen (kollektive Existenz), die Tragödie ist der Herausbildung des Protagonisten gewidmet (singuläre Existenz). Die Ontologie vom Plural der Singulare, die sich in dieser Kombination andeutet, erhält ihren entscheidenden Dreh durch ein Faktum, das namentlich in der Tragödie ausbuchstabiert wird. Protagonisten, mag ihr Ruhm auch durch die Jahrhunderte leuchten, haben nicht die Kraft, als Einzelne zu erscheinen. Sie erreichen den Schauplatz ihrer Tragödie nur, indem ihnen ein Grund oder ein Ort eingeräumt wird, über den sie als Einzelne per definitionem nicht verfügen.

Diese Raumspende wird ihnen von einem Chor gewährt, der keine Erfindung des Theaters ist. Der Chor kommt aus ehemals geheiligten Landschaften und wird allererst zum anderen Körper des Theaters. Als solcher gehört er der Repräsentation, die sich auf den Protagonisten als vermeintlich ersten Körper des Theaters stützt, niemals ganz zu und erneuert sich stetig im Kontakt mit dem Außen einer unabsehbaren Pluralität. Chorische Bezugnahmen öffnen den Kollektiv-Plural der Polis und ihre begrenzte Demokratie als Frage. Diese bezieht sich, dem unverfügbaren Eigensinn von Pluralität entsprechend, auf unendliche Verhältnisse.

10. 12. Rebecca Schneider: Appearing to Others as Others Appear

In The Human Condition, Hannah Arendt writes that the polis is “the space of appearance in the widest sense of the word, namely, the space where I appear to others as others appear to me, where men exist not merely like other living or inanimate things, but make their appearance explicitly.” In a time when white liberal humanism has been exposed by scholars like Sylvia Wynter, Hortense Spillers, Frank Wilderson, and Saidiya Hartman as a “genre of human” founded on anti-blackness, what becomes of the mandate to “appear to others as others appear”?  In this talk, I will discuss some late 20th and early 21st century works in which artists appear as built environments that possibly raise questions about appearance and “public space.” I will also think about some performance-based contemporary work that performs homage, that is, art appearing as other art has appeared. In this effort, I will think about artwork against the grain of human or human-centric citationality, a practice that might also find Dionysian roots and limbs in the ancient world of course, if arguably prior to the rise of democracy. In a time of demands for racial justice and a time of planetary peril, what else might it mean for democracy to appear as others have appeared?

21.1. Christine Abbt: Der antike Fremd- und Vieltuer und die Demokratie

Befürworter und Gegner der Demokratie waren sich in der griechischen Antike überraschend einig in Bezug darauf, was demokratische Praxis auszeichne. Beide verwendeten zur diesbezüglichen Differenzierung ein Begriffspaar, mit dem demokratisches Handeln idealtypisch verbunden wurde: Allotrio- und Polypragmosyne, übersetzt Fremd- und Vieltun. Wodurch wird das Selbstverständnis der Fremd- und Vieltuer in der Antike bestimmt? Inwiefern ist ihr Verhalten als ein ,demokratisches’ auszuweisen? Was lässt sich aus den antiken Quellen für aktuelle Debatten gewinnen?

4.2. Bettine Menke: Die Rechts-Ausnahme des „Flüchtlings“ – die Demokratie der Hinzu-Kommenden

Giorgio Agambens Äußerung, „Flüchtling“ sei „die einzige Kategorie, die uns heute Einsicht in die Formen und Grenzen einer künftigen politischen Gemeinschaft gewährt“, taugt mir zum Ausgangspunkt. Denn „Flüchtling“ ist Figur der spezifischen, durch staatliche Regularien erzeugten, Nicht-Zugehörigkeit: Als Ausnahme von der vermeintlichen Normalität unter nationalstaatlicher Vorgabe, als Ausnahme vom Recht, die polizeilichen Maßnahmen überantwortet. Das ist, vereinfacht gesagt, der Vogelfreie; von diesen, die der National-Staat mit seiner Gründung ­schon (als Nicht-Zu­ge­hörige) schaffe, spricht Arendt, deren historisch gesättigte Darstellung der mas­senweisen Erzeugung von Flücht­lin­gen nach Nationalstaatsprinzip im 20 Jh. gegenwärtig diagnostisch zutrifft. Die spezifische Ausnahme, die Flüchtlinge vom Mo­ment ihres Grenz­über­tritts an als Illegale definiert und im „Nie­mands­land“ des Irregulären festhält, muß als dringliche Frage nach dem Verhältnis von Demokratie und Repräsentation, bzw. Repräsentier­barkeit aufgefasst werden. Sie erfordert, die Unterminierung der Gewiss­hei­ten von Zu­ge­hörigkeit (zu Gemeinschaft(en)) zu denken, wie damit der Anforderung zur Delimitierung der Demokratie zu folgen: „Kein numerus clausus für die Hinzukommenden“ (Derrida).

11.2. Marc Siegel: Vinge/Müller und das ideologische Leitungswasser

Vom 12-Spartenhaus (2013) bis zum Nationaltheater Reinickendorf (2017) führten die norwegisch-deutschen Künstler*innen Vegard Vinge und Ida Müller eine gründliche Kritik an der Institution des deutschen Staatstheaters durch. Obwohl diese Institutionskritik in diesen beiden extravaganten Produktionen recht deutlich wurde, war sie auch in früheren Arbeiten wie John Gabriel Borkman (2011) und Die Wildente (2009-10) präsent, in denen Vinge/Müller bereits alles in Frage stellten, von der Werbung, der Kommunikation mit der Presse, den Kartenpreisen, der Probenzeit bis zur konventionellen Länge eines Theaterabends und vieles mehr. Kritische Rezensionen ihrer Arbeit konzentrierten sich verständlicherweise auf ihre radikale Überarbeitung von Ibsen und die spektakuläre Innovation ihrer Bühnenästhetik – die obsessiv handbemalten Papp- und Holz- Konstruktionen, die maskierten Darsteller*innen, die akustischen Collagen. Vinge/Müllers Überarbeitung der Institution Theater geht aber über das hinaus, was sich auf der Bühne abspielt. Es geht um das ideologische Leitungswasser selbst.

18.2. Juliane Vogel: Die Volatilität der Szene. Potentiale einer beweglichen Form.

Die Szene ist eine volatile und bewegliche Form. Ihrer ursprünglichen Bedeutung „Zelt“ nach bezeichnet sie eine provisorische Struktur, die überall errichtet und wieder abgebaut werden kann. Der Vortrag verfolgt dieses Merkmal des Provisorischen in historischer Perspektive, im Kontext des Dramas und darüber hinaus. Er untersucht das Potential einer Form, die auch dann, wenn sie wie im Drama integriert und auf dem Theater sesshaft wird, weiterhin in Bewegung ist. Szenen versetzen das Gefüge in Unruhe, in das sie eingebunden sind. Der Vortrag will in einem historischen Teil den Versuchen nachgehen, die sich darauf ausrichteten, die Szene zu disziplinieren, zugleich aber das politische Potential einer Form aufzeigen, die überall dort, wo sie hinkommt, neue Erscheinungsräume eröffnet.

Theaterwissenschaft am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft

in Kooperation mit dem Künstlerhaus Mousonturm, dem Festival „Frankfurter Positionen 2021“, der BHF BANK Stiftung, der Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst und Kulturpflege und der Hessischen Theaterakademie

Verantwortlich: Nikolaus Müller-Schöll / Julia Schade

Jour Fixe

The Jour fixe invites students of the Hessen Theatre Academy to take part in discussions with guests from theatre and cultural policy on the rehearsal stage of the Institute for TFM in an informal context.In the past years with: Amelie Deuflhard, Martine Dennewald, Tim Etchells, Sigrid Gareis, Heiner Goebbels, Kirsten Haß, Carl Hegemann, Stefan Hilterhaus, Susanne Kennedy, Burkhard Kosminski, Elisa Liepsch and Julian Warner, Matthias Lilienthal, Jan Linders, Stefanie Lorey, Florian Malzacher, Bettina Masuch, Barbara Mundel, the production office „Ehrliche Arbeit“, Milo Rau, She She Pop, Carena Schlewitt and André Schallenberg, Julia Stoschek, Tom Stromberg, Hasko Weber and many more. On irregular Wednesdays at 19 o’clock (c.t.). Le Studio. Rehearsal stage of the Theatre Studies department (Probebühne der Theaterwissenschaft), Jügelhaus, building section D, room 108, 1. Floor, Campus Bockenheim.

Scenic performance projects

The Frankfurt Theatre Studies programme puts great emphasis on integrating experience with artistic practice into the programme, no matter whether students aim for a career on stage or behind the scenes later in life. Students regularly work with professional artists within the framework of scenic performance projects, theory-practice-project workshops and weekend-seminars on the rehearsal stage of the Institute. In past years with: Robin Arthur, Sebastian Blasius, Laurent Chétouane, Prof. Dr. Katrin Deufert und Thomas Plischke, Tim Etschells, Manuela Infante, Jason Jacobs, Rupert Jaud, John Jesurun, Katharina Kellermann, Chris Kondek Prof. Stefanie Lorey, Lina Majdalanie, Uwe Mengel, Gerardo Naumann, Boris Nikitin, Prof. Mike Pearson, Katharina Pelosi, redpark, Felix Rothenhäusler, Johannes Schmit, Jan-Philipp Stange, Katharina Stephan, Tore Vagn Lid, Camila Vetters, Rosa Wernecke, Ivna Zić.

Research-Colloquium and Masterclass

The Theatre Studies Department highly values the connection of teaching and research. We are committed to teaching our research. That is why each semester, we offer a Research-Colloquium for Master-students, where we discuss current questions in research as well as the final projects of students. Furthermore, we regularly hold Master Classes. They give students the opportunity to present and discuss their own academic work within the framework of a public event with international academic and theatre practitioner guests. Past events have concerned themselves with these topics: “Sound Knowledge: Exploring the Dramaturgies, Philosophies, and Politics of Listening” (Winter 19/20), „Implosion of the municipal theatre? History, Analysis, Perspective“ (Winter 18/19), „Theatre and Identity Politics“ (Winter 17/18), „Theatre of the A-Human“ (Winter 15/16), Kafka and Theatre“ (Winter 13/14). Presentations, contributions and results are documented here:

https://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/theater/

http://www.theater-wissenschaft.de/category/thewis/ausgabe-2017-kafka-und-theater/

Coaching

Dramaturgy and CDPR students will be supported in their artistic projects by choaches who come from the field of dramaturgical practice. That’s why we work with practitioners from municipal and state theatres as well as from the Free Scene. In the past few semesters, students worked with: Björn Auftrag, Laurent Chétouane, Marcus Dross, Martin Hammer und Maria Magdalena Ludewig (T), Katja Leclerc, Kris Merken, Malin Nagel and Jonas Zipf.

Friedrich Hölderlin Guest Lectures in General and Comparative Theatre Studies

Within the framework of this lecture series we will situate Theatre Studies in the context of those philosophical and political questions that are always at play when thinking about theatre, but that are often obscured. Next to questions that strictly concern theatre, the talks of our guests will also deal themselves with questions on theatre theory and theory referring to theatre. These talks deal with theatre in all its four meanings, in accordance with the Leipzig discourse on theatricality: Theatre, anti-theatre, theatre in a wider sense and not-theatre. Our extended understanding of “Theatre“ is situated closely to newer findings in the field of Theatre Studies: We want to establish a notion of Theatre Studies that places it outside of the national-philological explanation of 1930s Germany as well as outside of the limitation of the staged performance, suggested by Max Hermann, the founder of Theatre Studies in the German-speaking context, at the turn of the 19th century. Theatre is more than the ephemeral product of an evening, but is also process, interaction, action and especially critical practice.
By choosing Hölderlin as the namesake for this lecture series, we seek to remember that Hölderlin, who lived in Frankfurt for some time, wasn’t just a great poet, but also a great theatre theoretician and dramaturgical thinker, who opened up the thinking of modern theatre with his Sophocles translations, fragments of writing and comments on “Ödipus” and “Antigone”. This is especially true when considering the ineluctable condition of “mediation”.

Recordings of past lectures: https://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/theater/blog/category/veranstaltungen-des-instituts/hoelderlin-vortrag/

Digital Archive

With the project “Digital Theatre Research” the institute is pioneering in the field of digital documentation, digital mediation and experimentation with theater.

At “Digital Theatre Research” documentations of conferences, lectures, symposia and other events will be uploaded. On the “Digital Stage” you will find video experiments, tutorials and documentations of student projects. In the “Laboratory Video⇄Stage” various workshops with specialists from the interface of video and theatre took and take place.